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Firmengeschichte

Die Anfänge der wirtschaftlichen Tätigkeit der Chemiewerke Luvena, des Dünger- und Holzschutzmittelherstellers, gehen auf das Jahr 1914 zurück und sind mit dem Namen Dr. Roman May - dem großpolnischen Industriellen und Lehrer verbunden. Noch im Jahre 1877, unterstützt von der Familie, kauft der Unternehmer in Starołęka bei Posen Bauland und als Antwort auf Nachfrage der großpolnischen Landwirtschaft erbaut er dort eine Kunstdüngerfabrik. Ein Jahr später läuft dort die Superphosphatproduktion an. Rohstoffe für die Superphosphatherstellung wurden aus Tunesien eingeführt, was zu dieser Zeit eine enorme logistische Herausforderung darstellte. Der Firmenbegründer stirbt unerwartet neun Jahre nach der Firmeneröffnung. Er hinterlässt sein Curriculum vitae, erfasst in einem der letzten Werbetexte seines Unternehmens:

„Da ich meine Fabrik persönlich, mit großer Sorgfalt und Sachkenntnis führe, kann ich den verehrten Kunden die Garantie für eine solide und termingerechte Leistung geben (....) Ich möchte die Konkurrenz aus dem Ausland beseitigen und für die einheimische Industrie Absatzmärkte erschließen“.

Nach Mays Tod übernimmt seine Ehefrau Helena das Werk und einige Jahre später bekommt sie Unterstützung von einem anderen berühmten Großpolen - Cyryl Ratajski. Zusammen tragen sie zu einer raschen Entwicklung der Fabrik bei, so dass diese schon bald zu einer echten Konkurrenz für einen anderen Industriellen der Branche, den Deutschen Moritz Milch wird. Milch beginnt im Jahre 1907 mit seiner nächsten Investition - dem Bau moderner Werke in Luboń. 1914 in Betrieb gesetzt, gehörten die Werke, mit einer Produktionsfähigkeit von 120 000 Tonnen Superphosphat pro Jahr, damals zu den modernsten Kunstdüngerbetrieben Europas. Milch leitet sein Unternehmen noch 6 Jahre lang. 1920 verkauft er die Luboner Fabrik für 12 Mill. Mark an die hervorragend funktionierende, auf Basis von der durch Roman May gegründeten Firma entstandene „Aktiengesellschaft“. Unter Leitung von Cyryl Ratajski entwickelt sich die Gesellschaft und somit die Werke in Luboń zu der größten wirtschaftlichen Organisation der chemischen Industrie in Polen.

Das Jahr 1939 bringt eine Unterbrechung der Konzerntätigkeit mit sich. Die Produktion wird erst nach dem Krieg wiederaufgenommen, wobei der Betrieb nationalisiert wird.

Die Nachkriegsjahre bedeuten für die Firma Entwicklung, Investitionen und Sortimentserweiterung. Anfang der 90er Jahre kommen die Werke, so wie die ganze Industrie, in die Ära der Marktwirtschaft, um nach vier Jahren Umwandlungen, 1994 zu einer Aktiengesellschaft zu werden. Ein Jahr später werden die Chemiewerke Zaklady Chemiczne Luboń S.A. ins Programm der Nationalen Investmentfonds aufgenommen, im Rahmen derer sie bis 1999 funktionieren. Zu dieser Zeit übernimmt die Gesellschaft „Luboń Management“, gegründet durch Führungskräfte der Werke, Kontrolle über die Firma.

Das Jahr 2002 bedeutet für die Werke weitere organisatorische Veränderungen: sie werden von der „Luboń Management Sp. z o.o.“ übernommen. Infolge dessen entsteht ein wirtschaftlicher Organismus, der seitdem unter dem Namen Zakłady Chemiczne Luboń spółka z o.o. funktioniert.

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